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Den Stromversorger zu wechseln kann sich in bare Euro auszahlen

Die Strompreise in Deutschland gehören zu den höchsten in der EU, wie das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) ermittelte. So müssen dänische Privathaushalte für eine Kilowattstunde Strom ohne Steuern nur 9,27 Cent zahlen, in Deutschland sind es dagegen 13,34 Cent. Angesichts hoher Nebenkostenabrechnungen ziehen viele Privatleute vor oder nach einem Wohnungswechsel auch den Wechsel des Stromanbieters in Erwägung. Nicht selten lässt sich auf diese Weise eine nicht zu unterschätzende Menge bares Geld sparen. Der nachfolgende Beitrag räumt mit diversen Vorurteilen auf und hilft Wechselwilligen dabei, den Überblick zu bewahren.

günstiger stromanbieter Da in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch kleinere Aufwandsposten ins Visier von Wohnungswechslern geraten, werden vielerorts aus eisernen Stammkunden alteingesessener Energieversorger immer häufiger “Stromwechsler“. Immerhin winken bereits bei Kleinverbrauchern Einsparungen von bis zu hundert Euro pro Jahr. Um den Stromversorger zu wechseln, empfiehlt es sich, zunächst den Vertrag mit einem neuen Anbieter abzuschließen. Um sich vor Problemen zu schützen sollte man allerdings keinesfalls selbst kündigen.

Der neue Stromversorger regelt alle vertraglichen Angelegenheiten. Dies ist Bestandteil des Serviceumfangs aller Versorgungs-unternehmen. Technisch gesehen gestaltet sich der Wechsel wie folgt: Der neue Stromlieferant zahlt lokalen Stromversorgern eine sogenannte Durchleitungsgebühr. Gleichzeitig speist er die gleiche Strommenge in das allgemeine Stromnetz ein, die zuvor verbraucht wurde. Hierdurch garantiert er für eine nahtlose Versorgung.

Abweichungen in der Stromqualität gibt es nicht: Der "Saft schmeckt" jeder Steckdose gleich und hat, entgegen anderslautenden, werblichen Versprechungen, auch stets dieselbe "Farbe".

Für Privatkunden ändert sich wenig
Privatleute erhalten den Strom nach einem Wechsel lediglich zu anderen Konditionen vom neuen Stromversorger berechnet. Der neue Anbieter ist ab dem Zeitpunkt der Umstellung Ansprechpartner für die Stromrechnung. Übrigens bleibt auch der Stromzähler unberührt. Stromwechsler erhalten exakt die gleiche Leistung zu einem neuen Preis.

Hintergrund Strommarktliberalisierung
1996 schuf die Europäische Union die "Richtlinie zur Liberalisierung des Strommarktes", die das Ende des Strom-Monopols einläutete. 1998 verabschiedete der Bundestag das "Gesetz zur Neuregelung des Energiewirtschaftsgesetzes", das den deutschen Strommarkt für den Wettbewerb öffnete. Seitdem können Privatkunden ihren Stromanbieter selbst bestimmen. Die Gründe für den Wechsel des Stromversorgers sind vielerorts naheliegend. In den meisten Fällen lassen sich Stromkosten senken und damit bares Geld einsparen.

Bleibt der Backoffen kalt?
Manche Wechselwillige fragen sich vielleicht, ob das Risiko besteht, dass eines Tages der Strom abgestellt wird. Doch sind alle Verbraucher in Deutschland durch ein Gesetz geschützt. Die sogenannte "Versorgungspflicht" regelt die Stromgrundversorgung durch den lokalen Stromanbieter. Das bedeutet, jeder Privathaushalt muss dauerhaft durch den lokalen Stromversorger mit Strom beliefert werden. Sollte ein neuer Anbieter - aus welchem Grund auch immer - ausfallen, so tritt der lokale Stromversorger an seine Stelle. strom ummelden

Ängste vor Ausfallzeiten sind unbegründet
Niemand sollte Angst vor Ausfallzeiten und Übergangsfristen haben. Wie bereits zuvor erwähnt, beziehen Privathaushalte ihren Strom nach wie vor über das Netz des lokalen Stromversorgers. Lediglich die Rechnungen weisen einen neuen Absender aus. Die Abrechnung verbrauchter Stromkontingente regeln Stromversorgungsunternehmen „intern“.

Achtung: Wohnungswechsel = Stromanbieterbindung
Sobald jemand in eine neue Wohnung einzieht, wird dieser Kunde automatisch vom regionalen Anbieter mit Strom versorgt. In der Praxis bedeutet das, dass mit dem Einschalten des Lichts eine vertragliche Kundenbindung mit dem lokalen Stromversorger eingegangen wird.

Die gesetzlichen Regelungen, wie lange Kunden an den gesetzlichen Versorger gebunden sind, gestalten sich leider unklar. In jedem Fall sind Neuanmeldungen unkritisch, wenn Kunden mit einer Vorlauffrist von mindestens sechs Wochen den gewünschten Anbieter beauftragen, den Versorgungswechsel vorzunehmen.

Stromanbieter wechseln
strom ummelden Den Stromanbieter kann man ganz einfach online wechseln. Angesichts stetig ansteigender Strompreise ist diese Maßnahme sinnvoll. Selbst Verbraucherschutzorganisationen machen sich dafür stark den Strompreis zu vergleichen und ggf. den Anbieter zu wechseln. Der neue Stromlieferant übernimmt die gesamte Abwicklung des Wechsels. Privatkunden müssen nicht aktiv werden. Lediglich gilt es eines der Online-Formulare auszufüllen und den neuen Stromanbieter zu beauftragen, den Wechsel in die Wege zu leiten.

Dieser Vorgang ist selbstverständlich kostenlos. Auch Bedenken, der Strom würde vorübergehend nicht zur Verfügung stehen, sind unbegründet. Tatsächlich ist es nämlich meistens so, dass Verbraucher weiterhin vom gleichen Stromlieferanten versorgt werden, allerdings zu wesentlich günstigeren Konditionen.

Fazit: Der Stromanbieter-Wechsel lohnt sich in den meisten Fällen. Überzeugen Sie sich selbst und ermitteln Sie einen preisgünstigen Anbieter von Strom – online ist das ganz einfach.